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Porta patet - magis cor. Die Tür steht offen - mehr noch das Herz.
Hochgrat-Klinik Wolfried

Hochgrat-Klinik in Wolfried



Adula-Klinik Oberstdorf

Adula-Klinik in Oberstdorf

Kurzer geschichtlicher Abriss der Hochgrat-Klinik in Wolfsried und der Adula-Klinik in Oberstdorf

Das heutige Klinik-Objekt - ein ursprüngliches Hotel mit Gaststättenbetrieb - liegt inmitten eines Feriendorfes, das vielen Menschen zur Erholung und Freizeitgestaltung diente. Durch diesen Umstand gestaltete sich die Klinkgründung sehr schwierig. Nach zähen Verhandlungen, die sich über ein halbes Jahr hinzogen, stimmte der Gemeinderat mit nur einer Stimme Mehrheit der Nutzungsänderung des Hotels in eine Klinik zu. Die Feriendorfbewohner waren außer sich, als sie davon erfuhren. Vor allem die Vorstellung über psychisch erkrankte Menschen war ungewöhnlich. Es wurde ein Zaun gefordert, um sich vor Überfällen zu schützen. Man empfand eine psychosomatische Klinik in der Nachbarschaft als Wertminderung der eigenen Immobilie. Schon der Anblick und die Begegnung mit abhängigen und psychisch kranken Menschen wurden als Belastung empfunden. Gezielte Briefkastenaktionen und Medienberichte konnten aber die politische Entscheidung der Gemeinde nicht mehr rückgängig machen. Fast unüberwindliche Hindernisse stellten sich jedoch bis zur endgültigen Realisierung der Klinik in den Weg. Die Beharrlichkeit, die Begeisterung des Neubeginns und nicht zuletzt eine Fügung Gottes ermöglichte das Gelingen.

Die Erfolgsstory

Heute nach 19 Jahren erweisen sich die einstigen Befürchtungen und Prognosen als haltlos. Im Gegenteil die Patienten und die Feriendorfbewohner pflegen ein gutes nachbarschaftliches Miteinander. Die Patienten werden als offen, kommunikativ und einfühlsam erlebt.

Die Gründung der Klinik hatte sich schnell herumgesprochen. Vor allem durch die verschiedenen Selbsthilfegruppen, die nach dem Programm der anonymen Alkoholiker arbeiten. Die Faszination, am Aufbau der neuen Klinik dabei zu sein, machte es leicht, qualifiziertes und begeistertes Personal in kurzer Zeit zu finden und einzustellen. Innerhalb eines halben Jahres, seit der Gründung der Klinik am 1. Mai 1989, erreichten wir die Vollbelegung. Beim 10-jährigen Jubiläum im Mai 1999 verzeichneten wir eine durchschnittliche Belegung von 99,1%. Die Wartezeit betrug damals ein halbes Jahr. Heute besteht die Klinik seit 19 Jahren. Wir freuen uns auf das nächste anstehende Fest – das Jubiläum in 2009 und auf die neuen Impulse und Projekte für den weiteren Ausbau der Klinik.

Mit der Erfolgsstory der Hochgrat-Klinik war das Fundament für eine weitere Klinik gelegt, für die Adula-Klinik in Oberstdorf. Auch die Entwicklung der neuen Klinik gestaltete sich nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr positiv.

18.000 Patienten in 19 Jahren

"Porta patet magis cor" - Die Tür steht offen - mehr noch das Herz steht für die liebevolle Annahme, die Achtung und Wertschätzung, mit der wir Woche für Woche unsere Patienten willkommen heißen dürfen.

Beide Kliniken zählen heute zu den bekanntesten psychosomatischen Kliniken in Deutschland sowie im angrenzenden Ausland. Patienten aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich, Italien und Luxemburg kommen zu uns. Rund 18.000 Menschen gingen in den vergangenen 19 Jahren durch unsere Kliniken - Menschen, die in ihren Anliegen, Nöten, schweren Situationen und Lebenskrisen einen Neubeginn wagten, die sich Tag für Tag mit ihrem persönlichen Einsatz bemühten auch in schwierigen Situationen durchzuhalten. Wir danken allen Patienten, die uns bisher ihr Vertrauen schenkten und in Zukunft ihr Vertrauen schenken werden.

Dr. Georg Reisach
Geschäftsführer, Inhaber, Seelsorger

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